Weidehaltung
Haltungsform mit regelmäßigem oder überwiegendem Aufenthalt auf bewachsener Weidefläche mit Bewegungs- und Fressmöglichkeit.
Weidehaltung bedeutet, dass Pferde einen wesentlichen Teil ihrer Zeit auf einer bewachsenen Weide verbringen. Dort können sie sich frei bewegen, grasen und – bei gemeinsamer Haltung – direkten Sozialkontakt pflegen. Je nach Betrieb reicht die Nutzung vom stundenweisen Weidegang bis zu einer weitgehend ganzjährigen Haltung im Freien.
Eine geeignete Weide braucht sichere und gut sichtbare Einzäunung, ausreichend Wasser, Kontrolle des Pflanzenbestands sowie Schutz vor Witterung. Fläche und Futterangebot müssen zur Zahl und zum Bedarf der Pferde passen. Bei knapper Grasnarbe oder ungeeigneter Futtermenge kann ergänzendes Raufutter beziehungsweise ein angepasstes Weidemanagement notwendig sein.
Weidehaltung ist nicht für jedes Pferd in identischer Form geeignet. Körperzustand, Stoffwechsel, Alter, Hufgesundheit und individuelle Futterverträglichkeit können die Dauer oder Intensität des Weidegangs beeinflussen. Auch eine Weide ersetzt nicht automatisch alle anderen Haltungsanforderungen. Der Begriff beschreibt vor allem den Aufenthalt auf bewachsener Fläche; gutes Management entscheidet über Sicherheit und Versorgung.
Auch Weidewechsel und Ruhezeiten können Teil eines nachhaltigen Flächenmanagements sein.
