Gruppenhaltung
Haltungsform, bei der mehrere Pferde dauerhaft oder regelmäßig gemeinsame Flächen und direkten Sozialkontakt nutzen.
Bei der Gruppenhaltung leben mehrere Pferde in einem gemeinsam genutzten Bereich. Das kann auf der Weide, in einem Offenstall, in einer Laufstallanlage oder in einem Gruppenstall erfolgen. Der entscheidende Unterschied zur Einzelhaltung besteht darin, dass die Tiere regelmäßig direkten Sozialkontakt haben und viele Bereiche ihres Alltags gemeinsam nutzen.
Pferde sind soziale Tiere, und stabile Gruppen können ihnen Kontakte, gemeinsames Ruhen, gegenseitige Fellpflege und freie Interaktion ermöglichen. Gleichzeitig müssen Anlagen so geplant sein, dass jedes Tier Futter, Wasser, Liegefläche und Witterungsschutz erreichen kann. Zu wenig Platz oder ungünstig verteilte Ressourcen können Konkurrenz und Konflikte verstärken.
Gruppenhaltung ist daher nicht einfach das Zusammenstellen beliebiger Pferde. Zusammensetzung, Eingewöhnung, Platzangebot und individuelle Bedürfnisse beeinflussen, wie stabil eine Gruppe funktioniert. Manche Pferde benötigen zeitweise getrennte Bereiche, etwa aus gesundheitlichen oder fütterungsbedingten Gründen. Der Begriff beschreibt die soziale Haltungsform, nicht automatisch deren Qualität.
Eine stabile Gruppenzusammensetzung und genügend Ausweichraum können dabei helfen, dauerhaften sozialen Druck auf einzelne Tiere zu reduzieren.
