Parasitenmittel Stall
Parasitenkontrolle im Stall beginnt mit Management und Diagnose, nicht mit möglichst häufigem Einsatz chemischer Mittel. Kotentfernung, saubere Liegeflächen, passende Weidehygiene und eine abgestimmte Entwurmungsstrategie beeinflussen den Infektionsdruck wesentlich. Produkte für Umgebung oder Stallflächen dürfen nur für den vorgesehenen Zweck eingesetzt werden; Mittel zur Anwendung am Pferd und Mittel für Gebäude sind nicht austauschbar.
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Vor jeder Behandlung sind Zielorganismus, Dosierung, Wartezeiten und mögliche Risiken für Tiere, Menschen und Umwelt zu prüfen. Ungezielter Einsatz kann Resistenzen fördern oder unnötige Belastungen erzeugen. Bei einem konkreten Parasitenproblem sollte die Strategie mit Tierarzt oder fachkundiger Beratung abgestimmt werden. Auch Haustiere, Gewässer und Mistlager können bei Umweltauflagen eine Rolle spielen, weshalb Entsorgung und Anwendung nicht nur innerhalb der Box betrachtet werden sollten. Bei der Planung sollte außerdem unterschieden werden, ob ein Problem im Pferd, auf der Weide oder in der Umgebung vermutet wird. Diese Bereiche verlangen unterschiedliche Maßnahmen und dürfen nicht mit demselben Produktansatz behandelt werden.
Management, Zielorganismus und sichere Anwendung bilden den Rahmen für die Einordnung von Parasitenmitteln im Stall. Weitere Beiträge behandeln Reinigung, Aufbewahrung, Umweltaspekte und die Grenzen chemischer Maßnahmen innerhalb eines umfassenderen Hygienekonzepts.



