Raufutter
Faserreicher Grundbestandteil der Pferdefütterung, zu dem vor allem Gras, Heu und andere strukturreiche Futterquellen gehören.
Raufutter ist der faserreiche Grundbestandteil der Pferdefütterung. Dazu zählen vor allem Gras, Heu und je nach Qualität und Management auch andere konservierte oder strukturreiche Futterquellen. Pferde sind auf eine kontinuierliche Aufnahme faserreicher Pflanzenbestandteile eingestellt, die im Dickdarm mikrobiell fermentiert werden und einen großen Teil der täglichen Ration ausmachen.
Fachliche Ernährungsempfehlungen stellen Forage beziehungsweise Raufutter an die Basis der Ration. Menge und Art müssen jedoch zum einzelnen Pferd passen. Körpergewicht, Arbeitsleistung, Alter, Gesundheitszustand, Weideangebot und Energiegehalt des Futters beeinflussen den tatsächlichen Bedarf. Auch sauberes Wasser und eine ausgewogene Mineralversorgung gehören zur Gesamtfütterung.
Raufutter ist nicht dasselbe wie Kraftfutter. Kraftfutter und Konzentrate liefern meist mehr Energie oder gezielt Nährstoffe in kleinerer Menge, während Raufutter vor allem Struktur und Faser bereitstellt. Gute Qualität ist entscheidend: verdorbenes, stark verschmutztes oder schimmeliges Futter kann trotz ausreichender Menge ungeeignet sein.
Fresspausen, Gesamtmenge und die Verteilung über den Tag gehören deshalb ebenso zur Rationsplanung wie die reine Futterart.
