Champagne-Gen
Dominantes Farbverdünnungsgen beim Pferd, das rotes und schwarzes Pigment sowie Haut- und Augenfarbe charakteristisch aufhellt.
Das Champagne-Gen verursacht beim Pferd eine charakteristische Farbverdünnung. Es hellt sowohl rotes als auch schwarzes Pigment auf und beeinflusst zusätzlich Haut- und Augenfarbe. Typisch sind eine hellere Fellfarbe, rosig bis lavendelfarbene Haut mit zunehmender Sprenkelung und häufig bernsteinfarbene beziehungsweise aufgehellte Augen.
Wie ein Champagne-Pferd aussieht, hängt von seiner genetischen Grundfarbe ab. Auf fuchsfarbener, brauner oder schwarzer Basis entstehen unterschiedliche Farbtöne. Weitere Gene wie Cream, Dun oder Pearl können gleichzeitig wirken und das Erscheinungsbild zusätzlich verändern. Deshalb reicht die reine Farbbeobachtung bei komplexen Kombinationen nicht immer für eine sichere Zuordnung.
Champagne wird dominant vererbt, sodass bereits eine Kopie die Verdünnung auslösen kann. DNA-Tests können bestätigen, ob die entsprechende Variante vorhanden ist. Für Züchter erleichtert das die Einschätzung möglicher Nachkommen und die Abgrenzung zu ähnlich wirkenden Verdünnungen. Das Champagne-Gen beschreibt somit eine konkrete genetische Ursache und nicht nur einen umgangssprachlichen Farbton beim Pferd. Typische Haut- und Augenmerkmale können einen Hinweis geben, ersetzen bei züchterisch wichtigen Entscheidungen aber keine genetische Bestätigung.
