Wälzen
normales Komfortverhalten, bei dem sich ein Pferd auf dem Boden über Rücken und Seiten rollt.
Wälzen ist ein normales Komfortverhalten des Pferdes. Dabei legt sich das Pferd zunächst ab, rollt über Rücken und Seiten und steht anschließend meist wieder zügig auf. Viele Pferde wälzen sich bevorzugt auf trockenem Sand, weichem Boden oder nach dem Reiten, wenn Sattel und Schweiß entfernt wurden.
Das Verhalten kann verschiedene Funktionen erfüllen. Wälzen hilft, Fell und Haut mechanisch zu bearbeiten, kann Juckreiz lindern und gehört zum natürlichen Verhaltensrepertoire. Nach dem Wälzen schütteln sich Pferde häufig kräftig. In Gruppen nutzen mehrere Tiere manchmal nacheinander denselben Wälzplatz, sodass auf Paddock oder Weide typische kahle oder sandige Stellen entstehen.
Für Pferdehalter ist wichtig, normales Wälzen von auffälligem wiederholtem Niederwerfen bei Kolikverdacht zu unterscheiden. Ein gesundes Pferd wirkt nach dem Wälzen in der Regel wieder aufmerksam und verhält sich normal. Bei Schmerzzeichen, Unruhe, Schwitzen oder ständigem erneutem Hinlegen muss dagegen die Gesamtsituation beurteilt werden. Wälzen allein ist deshalb kein Krankheitszeichen. Besonders nach dem Abäppeln, Putzen oder Reiten kann ein bevorzugter Wälzplatz für Pferde deutlich erkennbar sein.
