Gleichbein
Paarige proximale Sesambeine hinter dem Fesselgelenk, die beim Pferd wichtige Bestandteile des Fesseltrageapparats sind.
Gleichbeine sind paarige kleine Knochen an der Rückseite des Fesselgelenks. Anatomisch heißen sie proximale Sesambeine. Beim Pferd liegen sie hinter dem unteren Ende des Röhrbeins und bilden zusammen mit Röhrbein und Fesselbein einen Teil des Fesselgelenks. Ihre Lage erlaubt es, Sehnen und Bändern günstig umzulenken.
Besonders wichtig sind die Gleichbeine für den Fesseltrageapparat. Das Unterstützungsband des Fesselgelenks teilt sich in Äste, die an den Gleichbeinen ansetzen. Weitere sesamoidale Bänder verbinden sie mit dem Fesselbein. So helfen sie, ein übermäßiges Absinken oder Überstrecken des Fesselgelenks unter Belastung zu begrenzen.
Die Bezeichnung „Gleichbein“ sagt nichts über eine Gleichheit der beiden Knochen aus, sondern ist der traditionelle deutsche Name. Verletzungen an Gleichbeinen oder ihren Bandansätzen können bei Pferden Lahmheiten verursachen. Sie sind daher sowohl anatomisch als auch in der Sportmedizin der Pferdegliedmaße von großer Bedeutung. Bei jeder stärkeren Belastung des Fesselgelenks wirken an den beiden Knochen erhebliche Zug- und Druckkräfte, weshalb ihre Bandansätze klinisch genau beurteilt werden.
