Nullrunde
im Springsport gebräuchliche Bezeichnung für einen Parcoursritt ohne strafpunktrelevante Fehler nach dem jeweiligen Prüfungsmodus.
Als Nullrunde wird im Springreiten umgangssprachlich ein Ritt ohne Hindernisfehler und ohne weitere strafpunktrelevante Fehler bezeichnet. Ob eine solche Runde tatsächlich mit null Strafpunkten endet, hängt vom jeweiligen Prüfungsmodus, der erlaubten Zeit und den geltenden Regeln ab. Ein sauber überwundener Parcours allein garantiert daher nicht in jeder Situation automatisch das Ergebnis null.
Für Pferd und Reiter steht hinter einer Nullrunde eine möglichst gleichmäßige, kontrollierte Parcoursleistung. Rhythmus, Linienwahl, passende Distanzen und sichere Sprünge müssen zusammenpassen. Zu starkes Beschleunigen kann zwar Zeit sparen, aber Fehlerwahrscheinlichkeit und Belastung erhöhen. In vielen Prüfungen ist eine fehlerfreie erste Runde Voraussetzung, um eine weitere Runde oder ein Stechen zu erreichen.
Der Begriff wird sowohl im Turnieralltag als auch im Training verwendet, dort jedoch oft weniger streng. Trainer können eine Runde als „null“ bezeichnen, wenn kein Hindernis fällt. Für offizielle Ergebnisse zählt ausschließlich das jeweilige Regelwerk der Prüfung. Deshalb sollte Nullrunde immer im Kontext der Wertung verstanden werden. Im Ergebnisprotokoll bleibt die offizielle Wertung jedoch maßgeblich.
