Huflederhaut
Gut durchblutete und nervenreiche Gewebeschicht unter dem Hufhorn, die hornbildende Bereiche versorgt und mit der Hufkapsel verbindet.
Die Huflederhaut ist die gut durchblutete und nervenreiche Gewebeschicht unter den hornbildenden Bereichen des Pferdehufs. Sie verbindet die inneren Strukturen des Hufs mit der darüberliegenden Epidermis und versorgt die Zellen, aus denen Horn entsteht. Je nach Lage unterscheidet man unter anderem Lederhautbereiche an Wand, Sohle, Strahl und Kronrand. Die Huflederhaut selbst ist deshalb nicht mit dem sichtbaren, harten Hufhorn gleichzusetzen.
Besonders wichtig ist die Verbindung zwischen der Lederhaut im Wandbereich und der Blättchenschicht. Dort greifen empfindliche und unempfindliche Lamellen ineinander und tragen dazu bei, das Hufbein innerhalb der Hufkapsel zu halten. Wird dieses System schwer gestört, kann sich die Lage des Hufbeins verändern. Die Huflederhaut reagiert wegen ihrer Blutgefäße und Nerven empfindlich auf Druck, Entzündung und Verletzung.
Beim Ausschneiden oder Bearbeiten des Hufs wird daher zwischen abgestorbenem beziehungsweise unempfindlichem Horn und lebendem Gewebe unterschieden. Der Begriff Huflederhaut bezeichnet das lebende Gewebe unter dem Horn und nicht eine einzelne Hufkrankheit.
Ihre genaue Funktion unterscheidet sich je nach Abschnitt des Hufs.
