Sicherheit Anti-Scheuer-Schutz
Zusätzlicher Scheuerschutz ist nur sicher, wenn er selbst weder Fangstellen noch neue Druckpunkte erzeugt. Elastische Unterzieher und Polster müssen so sitzen, dass sie weder am Hals einschnüren noch unter Riemen zusammenrutschen. Lose Kanten, beschädigte Nähte oder ausgeleierte Bereiche werden nicht weiterverwendet. Bei starkem Fellbruch sollte der Bereich nicht einfach weiter abgedeckt werden, bevor Sitz und Ursache der Reibung neu überprüft wurden.
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Vor dem Anlegen wird die Haut kontrolliert; offene, nässende oder deutlich entzündete Stellen brauchen fachgerechte Versorgung statt zusätzlicher Reibung durch Material. Auch die eigentliche Ausrüstung muss weiterhin passen. Ein Schutzteil kann nicht sicher ausgleichen, wenn eine Decke zu eng an der Schulter sitzt oder ein Gurt dauerhaft verrutscht. Nach längeren Tragezeiten wird geprüft, ob sich Wärme oder Feuchtigkeit unter dem Material staut. Anti-Scheuer-Schutz sollte außerdem so gewählt sein, dass das Pferd sich normal bewegen, fressen und hinlegen kann. Bei neuen Produkten beginnt die Nutzung unter Beobachtung.
Sicherheit bedeutet, den Schutz als Ergänzung zu verstehen und nicht als Reparatur für ein grundsätzlich falsches Ausrüstungssystem. Hautkontrolle und saubere Materialien bleiben die wichtigste Vorsorge.



