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Genickstück

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Genickstück

Kurz erklärt

Oberer Teil der Zäumung hinter den Ohren des Pferdes, an dem weitere Riemen befestigt sind und über den Druck am Genick verteilt wird.

Das Genickstück ist der obere Teil einer Trense oder eines Zaums und verläuft hinter den Ohren über das Genick des Pferdes. An ihm sind je nach Zäumung Backenstücke, Kehlriemen oder weitere Riemen befestigt. Seine Form und Polsterung beeinflussen, wie sich Druck auf den empfindlichen Bereich hinter den Ohren verteilt.

Ein Genickstück darf nicht gegen die Ohrbasis drücken oder so kurz verschnallt sein, dass andere Teile der Zäumung nach oben gezogen werden. Breitere oder anatomisch ausgesparte Formen können die Druckverteilung verändern, sind aber nicht automatisch für jedes Pferd besser. Entscheidend bleibt die individuelle Kopfform.

Bei der Anpassung wird die gesamte Trense betrachtet. Stirnriemen, Backenstücke und Kinn- beziehungsweise Kehlriemen beeinflussen gemeinsam die Lage des Genickstücks. Scheuerstellen, Haarbruch, wiederholtes Kopfschütteln oder deutliche Abwehr beim Auftrensen können Anlass sein, Passform und gesundheitliche Ursachen zu prüfen. Ein korrekt sitzendes Genickstück soll stabil liegen, ohne Ohrenbewegung und normale Kopf-Hals-Bewegung unnötig einzuschränken.

Vor jeder Nutzung sollte der Reiter außerdem prüfen, ob Leder, Nähte und Beschläge intakt sind und das Bauteil am gesattelten Pferd symmetrisch, ruhig und ohne erkennbare Scheuerstellen liegt.

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