Kötenbehang
Kötenbehang bezeichnet die längere Behaarung im Bereich von Fessel und Köte an den unteren Gliedmaßen des Pferdes.
Kötenbehang ist die längere Behaarung rund um Fessel und Köte an den unteren Beinen des Pferdes. Wie stark dieser Behang ausgeprägt ist, hängt unter anderem von genetischen Merkmalen, Pferdetyp und individueller Fellstruktur ab. Bei manchen robusten Pferde- und Kaltbluttypen fällt er deutlich und dicht aus, bei anderen Pferden ist er nur schwach sichtbar. Der Begriff beschreibt ausschließlich diese besondere Behaarung und nicht das gesamte Winterfell oder das Langhaar von Mähne und Schweif.
Der Kötenbehang liegt äußerlich in einer Region, in der auch Fesselgelenk, Sehnen und weitere Strukturen der unteren Gliedmaße verlaufen. Oberhalb schließt der Bereich des Röhrbeins an. Röhrbein und Kötenbehang sind deshalb räumlich benachbart, bezeichnen aber völlig unterschiedliche Dinge: Das Röhrbein ist ein knöcherner Abschnitt, der Kötenbehang eine äußere Fellstruktur. In der Praxis sollte dichter Behang regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden, weil Hautveränderungen darunter leichter übersehen werden können. Für die fachliche Einordnung bleibt entscheidend, Haarmerkmal und Anatomie klar auseinanderzuhalten. Weitere Grundlagen zu Körpermerkmalen findest du unter Pferdewissen & Grundlagen.
